
Immer wieder sonntags … Na ja, in dieser Woche eigentlich schon am Samstag, den 02. Juli 2016 fanden in Australien Parlamentswahlen statt. Erfahren Sie alles zur Wahl in unseren #WahlNews.
Alle Details zur Wahl im Überblick
- Nach aktuellen Auszählungen liegt die Regierungspartei bei 72 Sitzen im Parlament
- Die oppositionelle Labor-Partei kommt auf 66 Sitze
- Für die Regierungsbildung sind 76 Parlamentssitze nötig
- Endgültige Ergebnisse werden erst für Dienstag erwartet
Die konservative Regierung büßt Sitze ein, die Linke legt zu
15,6 Millionen Australier waren am Samstag dazu aufgerufen ein neues Parlament zu wählen. Aussagekräftige Ergebnisse liegen auch am heutigen Montag noch nicht vor. Insgesamt 150 Sitze im australischen Parlament sind zu vergeben. 76 Mandate sind zur Regierungsbildung nötig. Eine absolute Mehrheit konnte bislang keine der großen Parteien für sich verbuchen.
Die oppositionelle Labor-Partei legt bei der Wahl jedoch um mindestens 11 Sitze zu. Während die konservative Regierungskoalition um Premierminister Turnball Sitze einbüßt. Dennoch gibt sich Turnball siegessicher. Denn den letzten Umfragen zufolge legt seine Partei in der Gesamtwertung wieder leicht zu. Politologen führen dies auf das Brexit-Votum in Großbritannien zurück.
Endgültige Wahlergebnisse werden erst für den Dienstag erwartet, da Briefwahlstimmen und Stimmen, die vor dem offiziellen Wahlstart abgegeben wurden erst heute in die Auszählung einfließen. Dass diese Stimmen ein eindeutigeres Ergebnis hervorbringen ist anzuzweifeln, die australischen Wähler scheinen verunsichert zu sein.
Unsicherheit bei den australischen Wählern
Die Unsicherheit der australischen Wähler könnte sich auch in den Wahlversprechen der beiden Parteien begründen. So warb die Regierung mit einem höheren Wachstum und mehr Arbeitsplätzen. Während die linke Labor-Partei mehr Geld in Bildung und das Gesundheitsweisen stecken wolle. Ein Aspekt, der die Wähler umtreibt, wird aber von beiden Großparteien gemieden: der Klimawandel. Keine der Parteien will den Kohleabbau mit Sanktionen belegen und die 50.000 Arbeitsplätze in der Kohleindustrie gefährden.
Wählerbetrug bei den Parlamentswahlen in Australien?
Die Regierungskoalition wirft der Labor-Partei indes sogar Wählerbetrug vor. So soll die Labor-Partei am Wahltag SMS an Wähler versendet haben, die vor der Privatisierung des staatlichen Gesundheitsdienstes Medicare warnten. Die Wähler hielten die SMS für echt. Die Regierungskoalition geht davon aus, dass es auf diese Weise zu Stimmverlusten kam und zeigte den Vorfall an. Die Polizei ermittelt bereits.
Wir bleiben indessen gespannt und warten auf den Ausgang der Parlamentswahlen in Australien.